Reiten-in-Berlin
06.06.2017 22:50

Dressurturnier des 1.FC Lübars auf dem Hof Qualitz

17 Jahre lang gab es nur ein Turnier in Berlin-Lübars. Anfang September veranstaltete eine Turniergemeinschaft aus den Vereinen 1.FC Lübars und dem LRV Lübars ein zweitägiges Dressur- und Springturnier auf den Höfen Christian Qualitz und Kühne-Sironski. Das hatte zwar Vorteile, aber auch einige Nachteile.
2016 hatte der 1.FC Lübars erstmals einen Reitertag durchgeführt, der mit einem positiven Ergebnis endete. Der neue Vereinsvorstand entschied sich, 2017 ein eigenständiges zweitägiges Dressurturnier auf dem Hof Qualitz auszuschreiben. Rechtzeitig wurde der neue Termin, Mitte Mai, ausgesucht, um eine terminliche Überschneidung mit anderen Dressurturnieren in der näheren Umgebung zu vermeiden. Den Termin Anfang September behält das Springturnier des LRV Lübars. Es erfolgte die Anmeldung bei der Landeskommission und die Vorbereitungen der Vereinsmitglieder und Helfer des Hofes Qualitz begannen. Zahlreiche Sponsoren gaben die Zusage, das Turnier des 1.FC Lübars weiterhin zu unterstützen. Und auch ein Schaubild wurde frühzeitig mit ins Programm eingeplant, ebenso das große Zuschauerzelt und das vielfältige Angebot im gastronomischen Bereich. Für besucherfreundliche Veranstaltungen ist das Berliner Dorf Lübars weit über die Grenzen bekannt.

Über 300 Nennungen waren für die 13 Prüfungen von Klasse E bis M* eingegangen. Auf zwei Prüfungsplätzen wurde von morgens bis zum späten Nachmittag geritten. In der Qualifikation zum Nürnberger Führzügel Pokal traten gleich drei Nachwuchsreiterinnen aus dem gastgebenden Verein an. Und es klappte mit dem Heimsieg für Mina Koschnick (1. FC LÜBARS E.V., Abt. Pferdesport) mit Annabel . Im Reiter-WB Schritt - Trab - Galopp setzte sich Sophia Reh (BLANKENFELDER RV E.V.), im Sattel von Fh Night Mexx, mit der WN 8,5 deutlich von der Konkurrenz ab. Ein einziges Mal an diesem Wochenende waren Stangen auf dem Viereck im Einsatz, nämlich im Caprilli-Test. Mit dem Caprilli-Test ist in den vergangenen Jahren ein reiterlicher Wettbewerb entstanden, bei dem in einer Aufgabe grundlegende Fähigkeiten im dressur- und springmäßigen Reiten demonstriert werden. Charakteristisch ist die Kombination von dressurmäßigen Lektionen mit Trabstangen und kleinen Hindernissen. Diese Aufgabe löste Lena Omak (BLANKENFELDER RV E.V.), die ebenfalls Fh Night Mexx vorstellte, am besten und erhielt die WN 8,4.
Alexis Vrachoritis (REITER-VEREIN RUDOW E.V.) präsentierte in der Dressurpferdeprüfung Klasse A die Stute Quäntchen Lilly optimal und siegte mit der WN 7,0. Gleich vier Dressurreiterprüfungen standen auf dem Zeitplan. In Klasse E lag Denise Trompa (RSG ALT-LÜBARS E.V.) mit Akzenta vorne, WN 8,0, Platz zwei für Louisa-Marie Berngen (RV Elisenau e.V.) mit Cassy, die sich den Sieg in Klasse A holte. Marian Iven (Lübbenower RV e.V.), beruflich bei der Reiterstaffel der Bundespolizei im Sattel, sicherte sich mit Fürst Santano die Klasse L, WN 7,2. Und Michael Andres (RV EICHKAMP BERLIN E.V.) konnte sich nach seinem Ritt mit Farfarello M, WN 6,8, über den Gewinn der Prüfung freuen.
Mit einer goldenen und einer silbernen Schleife endete die M*-Dressur für Caroline Friederike Weber (RV Deutschlandhalle Berlin e.V.) mit Sir Bechstein, WN 7,2, und Danique, WN 6,9. Bettina Wittler (REITER-VEREIN RUDOW E.V.) , die mit Sir Sundance in dieser Prüfung den fünften Platz belegte, war zuvor in einer L*-Dressur siegreich.
"Wir waren sehr zufrieden mit dem Ablauf, es hat alles wie geplant geklappt. Den Mai-Termin werden wir wahrscheinlich behalten, da Christian Qualitz den Verein und das Turnier nur in der Zeit vor der Ernte unterstützen kann. Die Parkplatzsituation werden wir noch optimieren und andere Verbesserungsvorschläge prüfen", so die Aussage der Vereinsvorsitzenden Sabrina Albrecht, die mit dem gesamten Helferteam auf dem Abschlussfoto um die Wette strahlte. Eine rundum gelungene Premiere beim 1.FC Lübars Abteilung Pferdesport und dem Hof Qualitz.
Text+Foto: Marietta Grade

Michael Andres