Reiten-in-Berlin
31.05.2017 11:32

Beliebtes Turnier in Altranft

Das Glück mit dem Wetter blieb den Altranftern auch bei der 27. Auflage des traditionellen Reit- und Springturnier treu. Sonne und Wolken im Wechsel, kühler Wind, aber es war kein Regen zu verzeichnen. "Eigentlich gab es das erste Turnier schon zu DDR-Zeiten. Da kamen sogar Pferdefreunde aus der damaligen Tschechoslowakei vorbei, aber richtig gezählt haben wir erst seit 1991. Dressur und Springen waren auch damals schon im Angebot", berichtete Sabine Groth vom Oderlandhof, die schon von Anfang an beim Turnier dabei ist.
Seit fast 10 Jahren ist nun auch Hartmut Raeck als Vereinsvorsitzender und Turnierleiter mit dabei. Stets im Einsatz für den Verein, auf der Suche nach Unterstützern in jeglicher Form. Die Vorbereitungen auf dem Gelände beginnen jedes Jahr Anfang April. 15-20 Helfer bringen bei zwei Arbeitsdiensten die Reitplätze und das Material in besten Zustand. Und was nicht repariert werden kann, wird mit Investitionen ersetzt. Dafür sind alle Vereinsmitglieder stets auf der Suche nach Sponsoren. "Der Zaun um den Turnierplatz ist aus den Jahren 1988/89. Der Metallzaun ist durchgerostet - fix und fertig", erklärt Raeck. Schritt für Schritt werde der Zaun in den nächsten Jahren erneuert, Dank einer Spende der Oderbruch-Stiftung konnte bereits begonnen werden. Der Richterturm bekam neue Fenster und Türen, weitere Maßnahmen folgen.
Pünktlich um 11 Uhr konnte am Freitag der erste Starter der Springpferdeprüfung Klasse A*in den Parcours reiten. Die goldene Schleife sicherte sich Lena Zehe (RFV Gutshof Behlendorf e.V.) mit Straviatys aneL Z, einem fünfjährigen Oldenburger Wallach von Straviaty x Zapateado, WN 7,7. In Klasse A** siegte Kati Lekander (PferdeSG Gut Angermünde e.V.) mit Cajun , WN 8,6, und mit Coolivio PS vom Gestüt Lewitz, erhielt Felix Ewald (Reitclub Gut Wochowsee e.V.) die WN 8,5 und verwies Lekander mit Dilaya, WN 8,3, in Klasse L auf den zweiten Platz.
Die ersten Entscheidungen in Qualifikationsprüfungen zum Sparkassen-Oderland Cup, Springen der Klassen A, L, M und im Mannschaftsspringen, gab es auch wieder in Altranft. "Wir freuen uns in diesem Jahr besonders über die Nachbarschaftshilfe von Anja Daue-Thieme vom Wustrower Reitverein, die uns schnell den Sprung des Sparkassen-Oderland Cups nach Altranft gebracht hat. Der Cup hat sich über die Zeit als echtes Markenzeichen in den Köpfen der Pferdesportler der Region eingeprägt", so Sabine Groth. Die maximale Cup-Wertung (20 Punkte) erritten in der Kleinen Tour Klasse A William Thieme (RFV Wustrow e.V.) mit Candela Lou, Mittlere Tour Klasse L Uwe Nordt (Reit- und FahrSG Strausberg e.V.) mit Zahrino, Große Tour Klasse M Randy Hollstein (Ländlicher RV Münchehofe e.V.) mit Lantania, im Mannschaftsspringen der RFV Altranft e.V.
Max-Hilmar Borchert und Steffen Krehl , die jedes Jahr mit mehreren Pferden nach Altranft kommen, lieferten sich packende Duelle in den Springen der Klassen M und S. Allerdings mussten die beiden Herren zwei goldene Schleifen, im M*- und M** Springen, Kati Lekander (PferdeSG Gut Angermünde e.V.) mit Ciola überlassen. Nach sechs Ritten in der Siegerrunde des S*-Springens, blieb nur ein Paar fehlerfrei: Max-Hilmar Borchert (RV Stechlin-Menz e.V.) mit Cent-blue. Felix Ewald (Reitclub Gut Wochowsee e.V.) mit Charly Braun und Steffen Krehl (Ländlicher RFV Lentzke e.V.) mit Charly Brown von Berkenkamp folgten auf den weiteren Plätzen.
Zwei Dressurprüfungen standen ebenfalls auf dem Zeitplan am Samstag. Die E-Dressur gewann Louisa-Marie Berngen (RV Elisenau e.V.) mit Pia Pimenta, die Klasse A sicherte sich Saskia Hagewiesche (RV Elisenau e.V.) mit Dree Boeken's Donsmärchen, einem Pferd vom Zuchthof Dree Böken im brandenburgischen Prieros.
Einen Monat vor dem Turniertermin gab es bereits einen Erfolg für den RFV Altranft zu feiern. Dressurreiterin Mareen Herter belegte bei der Wahl zum Sportler des Jahres 2016 des Landkreises Märkisch-Oderland bei den Damen den zweiten Platz. "Die Abstimmung ergab sich aus der Stimmabgabe von Lesern der Märkischen Oderzeitung, mittels Stimmabgabe über das Internet sowie die Bewertung einer Fachjury. Wir sind natürlich sehr stolz, dass unsere Reiterin so weit vorne lag", erzählt Hartmut Raeck, der sich auch weiterhin für den Pferdesport in der Region engagiert.
Text+Fotos: Marietta Grade

Sieg für Max-Hilmar Borchert