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Kräuter sind ein wichtiger Bestandteil in der Pferdeernährung. Durch die industrialisierte Landwirtschaft sind die Kräutervielfalt auf den Weiden und Wiesen deutlich zurück gegangen. Dies hängt unter anderem mit der Übersäuerung der Böden zusammen. Stark phosphorhaltige Dünger sorgen dafür, dass die Artenvielfalt der Kräuter stark beeinträchtigt wird. Eine Kräuterzugabe für das Krippenfutter ist daher sinnvoll und zweckmäßig, da dies den ursprünglichen Bedürfnissen der Pferde entgegen kommt.

  • Zu den giftigen Kräutern gehören: Gundermann, Stechapfel, Osterluzei, Giftlattich, Eisenhut, Besenginster, Bingelkraut, Kreuzkraut, Tollkirsche, Nachtschatten, Fingerhut,usw.
  • Zu den gesundheitsfördernden Kräutern gehören: Bärlauch, Löwenzahn, Brennessel, Labkraut, Hagebutte, Goldrute, Ringelblume, Dostkraut, Fenchel, Hauhechel, Weißdorn, usw.

Kleine Kräuterkunde:

Ingwer
In der Ingwerknolle steckt eine Vielfalt an Inhaltsstoffen: zahlreiche Vitamine und Mineralien wie zum Beispiel Vitamin C, Zink, Magnesium, Eisen, Kalzium, Kalium und Phosphor. Ein hoher Gehalt an Gingerolen soll besonders gut für die Gelenke von Pferden sein. Da Ingwer einen recht eigentümlichen Geschmack aufweist, sollte man ihn langsam anfüttern, damit Pferde sich daran gewöhnen können. Empfehlenswert ist es, ihn mit eingeweichten Rübenschnitzeln zusammen zu verfüttern, da die gut eingeweichten Rübenschnitzel ein hohes Volumen aufweisen und dadurch der Ingwergeschmack nicht so stark hervor sticht.
Verwendung: Täglich 15-25 Gramm, je nach Pferdegrösse.

Kamille
Traditionelle Verwendung: Für Entzündungshemmung und Besänftigung im Magen-Darm-Trakt.

Melisse
Traditionelle Verwendung: Nervenberuhigung, gegen Krämpfe und Blähungen.