Reiten-in-Berlin

Sachverständige für Pferde

Aufgaben / Tätigkeiten von Pferdesachverständigen:
– Erstellung von Wertgutachten - Ermittlung des Wertes eines Pferdes vor bzw. nach dem Schaden.
– Bewertung von Pferdebeständen bei Ehescheidungen, Konkursverfahren, usw.
– Beratung bezgl. der Haltung, des Umgangs und der Fütterung von Pferden.
– Beurteilung der jeweiligen Haftungsquote im Schadenfall.
– Beratung hinsichtlich Zuchtfragen, d.h. Zuchtwertschätzung und Pedigreebeurteilung.
– Beratende Tätigkeit beim Kauf/Verkauf eines Pferdes.
– Hilfestellungen beim Reiten eines Pferdes im Dressur- oder Springsport, teilweise Korrekturberitt mit Unterricht Pferd und Reiter.
– Beratende Tätigkeit beim Aufbau von Reitbetrieben, d.h. Hallenbau, Lage der Pferdeboxen (Standort, Größe, Licht etc.), Außenplätze, Bodenbeschaffenheit usw.
– Gutachten und wirtschaftliche Berechnungen hinsichtlich des Für und Wider bei neuen Reitanlagen oder Existenzgründungen.
– Erstellung von Analysen des momentanen Pferdemarktes mit Auswirkungen.

Bezahlung nach Aufwand, Absprache mit dem jeweiligen Sachverständigen !!!

 

Und wie bewerte ich ein Pferd?

Drei bekannte Grundmethoden finden bei der Bewertung von Pferden je nach Sachlage Anwendung: Das Sachwertverfahren, das Ertragswertverfahren und das Marktwertverfahren.

Bei jeder Wertfindung ist zu berücksichtigen, dass es sich bei dem Pferd, welches zu bewerten ist, sei es nun aus einer Zucht, aus dem Reitsport oder dem Bereich des Freizeitreitens, um ein Tier handelt, dessen Wertfeststellung durch das Aufeinandertreffen verschiedener, wertbildender Faktoren bestimmt wird.

Der monetäre Wert eines Pferd wird im wesentlichen durch folgende Faktoren:
Alter, Gesundheit, Exterieur, Interieur, Pedigreebewertung, Ausbildungsstand, Turniererfolge und die Marktwertschätzung, bestimmt. Das so analysierte Pferd wird mit anderen Pferden, die dem Alter und der Qualität entsprechen, verglichen. Weiterhin werden Preisangebote, Eigenleistungen, Leistungen naher Verwandter sowie Statistiken der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, des IPZV, der DQHA usw. je nach Rasse und Einsatz des Pferdes, für die Wertermittlung hinzugezogen. Im Gutachten wird dann auf alle zur Verfügung stehenden Informationen eingegangen, um den Wert des Pferdes so genau wie möglich abzuschätzen.
Aufwendungen für Haltung, Aufzucht und Ausbildung eines Pferdes sind für seine tatsächliche Wertfeststellung dabei unbedeutend, da diese Kosten in keiner Weise Rückschlüsse auf den tatsächlichen Wert zulassen. Bestes Beispiel sind die Auktionen, auf welchen auch junge Eliten zugeschlagen werden, deren Verkaufserlöse die bis dahin entstandenen Haltungskosten um ein Vielfaches übersteigen können. Dem gegenüber stehen oftmals immens hohe Aufwendungen für die weitere Ausbildung des Pferdes, die sich sehr schnell als absolut unwirtschaftlich darstellen können, wenn - aus welchen Gründen auch immer - das Pferd die Hoffnungen und Erwartungen nicht erfüllt.
genau wie möglich abzuschätzen.
Der Wert eines Pferdes ermittelt sich also immer nach seinen tatsächlichen Eigenschaften. Auf persönliche oder ungewöhnliche Verhältnisse kann keine Rücksicht genommen werden.

In den meisten Fällen der Wertermittlung wird die Methode der Marktwertschätzung angesetzt, welche dem Preis entspricht, der am Bewertungsstichtag im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zu erzielen wäre. Dazu werden dann die Preise von am Markt gehandelten, indentischen bzw. weitgehend ähnlichen Objekten ausgewertet und daraus der voraussichtlich realisierbare Preis des Bewertungsobjektes abgeleitet, wobei die zu fordernde Gleichwertigkeit in allen Kriterien der Maßstab ist.

Eventuelle Kaufangebote werden bei der Merktwertschätzung nur dann Berücksichtigung finden, wenn sie vor dem Hintergrund aller genannten und ausgearbeiteten Kriterien nachvollziehbar sind. Liebhaberpreise haben auf den Marktwert des Pferdes keinen Einfluss.

Diese Texte sind zur Verfügung gestellt von Frau Barbara Wendelken, www.pferdegutachter.de